Wer denkt vor der Reise mit dem Auto schon an das Reserverad? Während der genaue Blick auf die Reifen vor der großen Fahrt für die meisten Autofahrer selbstverständlich ist, wird das fünfte Rad dabei oft vergessen. Auch wenn der Kopf voll ist mit Urlaubsplanung, darf der Ersatzpneu indes nicht zu kurz komme
Der Luftdruck des Reservereifens sollte bei jeder Kontrolle der Reifen mitgeprüft werden – mindestens alle vier Wochen. Dabei ist das Ventil des Reserverades auf Verschmutzung zu untersuchen. Bei Urlaubszuladung den Luftdruck laut Betriebsanleitung um 0,2 bis 0,4 Bar erhöhen, da die Reifen bei voller Beladung auf schnellen Autobahnetappen am stärksten beansprucht werden – das spart zudem Sprit. Alle Räder, inklusive Reserverad, sollten zudem noch ausreichend Profil aufweisen. Ob die nötige Profiltiefe von drei Millimeter noch vorhanden ist, lässt sich mit einem einfachen Trick überprüfen: Steckt man eine Euromünze in das Profil und der goldenen Rand ist sichtbar, wird ein neuer Satz Reifen fällig.
Handelt es sich beim Notfallpneu vielleicht noch um die „Erstlingsausstattung“, die seit Jahren im Kofferraum schlummert? Nicht benutzte Reifen altern schneller; sie neigen eher zu Rissen und Druckverlust. Denn in ruhendem Zustand können die Alterungsschutzmittel im Reifeninneren ihre Wirkung kaum entfalten. Das hat zur Folge, dass die Gummimischung einen Teil ihrer Fähigkeit verliert und die Reifen, besonders auf nasser Fahrbahn, deutlich schlechtere Fahreigenschaften aufweisen. Selbst wenn er noch tadellos aussieht und hohes Restprofil hat, gilt deshalb für den Reservereifen: Ist er über sechs Jahre alt, sollte er vom Fachmann untersucht werden.
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