ACE-Verkehrslagebericht für das Wochenende 11.09. – 13.09.2026
Mit dem Ende der Ferien in Baden-Württemberg und Bayern endet die Sommersaison bundesweit. Vorher allerdings ist auf den Rückreiserouten nochmal mit erheblichen Staus zu rechnen. Da viele Urlauber und Urlauberinnen aus den beiden südlichen Bundesländern die letzten Ferientage intensiv nutzen, bündelt sich der Rückreiseverkehr an diesem Wochenende besonders stark, so der ACE Auto Club Europa. Vor allem die Fernstraßen in Süddeutschland in Richtung Norden und Nordwesten aber auch Strecken aus Frankreich sowie Verbindungen vom Norden in Richtung Süden sind betroffen. Die hohe Zahl an Baustellen auf den Fernstraßen steigert die Staugefahr zusätzlich. Die höchste Verkehrsdichte wird am Freitagnachmittag, am Samstag sowie am Sonntagnachmittag erwartet.
Welche Reisezeiten am Wochenende besonders stauträchtig sind und wann eine ruhigere Verkehrslage zu erwarten ist, kann dieser Grafik zur Staugefahr entnommen werden.
Kurzübersicht
- Ferienende in Baden-Württemberg und Bayern sowie großen Teilen Österreichs
- A7: Sperrung des Elbtunnels in Hamburg von Freitagabend bis Montagmorgen
- Viele Baustellen bremsen den Verkehrsfluss
Freitag
In Süddeutschland ist es noch verhältnismäßig ruhig im morgendlichen und abendlichen Berufsverkehr. Im übrigen Land ist längst Alltag – entsprechend dicht sind die Fernstraßen und Ballungsräume ab den frühen Nachmittagsstunden. Im Großraum Hamburg ist ab 22 Uhr die Sperre des Elbtunnels bis Montag um 5 Uhr Grund für erhebliche Behinderungen. Die Umleitung erfolgt wie gewohnt großräumig über die A1.
Samstag
Ab den späteren Vormittagsstunden herrscht auf den Heimreiserouten in Süddeutschland ein stark erhöhtes Verkehrsaufkommen. Besonders die Hauptverbindungen Richtung Norden und Nordwesten, darunter die A5, A6, A7, A8, A9 sowie die A81 und die bayerischen Autobahnen A93 und A95, sind durch den Rückreiseverkehr stark belastet. Bis in die späten Nachmittagsstunden muss mit längeren Reisezeiten und Staus gerechnet werden. In der Gegenrichtung ist ebenfalls reger Urlaubsverkehr unterwegs. Die Staugefahr bleibt dort jedoch überwiegend auf Baustellenbereiche beschränkt. Auf der A6 und A8 kann es zeitweise auch in östlicher Fahrtrichtung zu dichtem Verkehr kommen.
Sonntag
Ab den Mittagsstunden füllen sich die Rückreiserouten. Betroffen sind weitgehend dieselben Strecken wie bereits am Samstag. Durch das Ferienende in sechs österreichischen Bundesländern, darunter die angrenzenden Länder Vorarlberg, Tirol und Salzburg, sind auf den Transitrouten schon ab den Vormittagsstunden zähfließender Verkehr und teils längere Staus in Richtung Norden zu erwarten. Der Ausflugsverkehr rund um die Naherholungsgebiete ist bei spätsommerlichem Wetter deutschlandweit lebhaft.
Aktuelle Informationen
Der ACE Auto Club Europa rechnet in diesem Sommer weiterhin mit einem durchgehend hohen Reiseverkehrsaufkommen. Einschränkungen auf wichtigen Transitstrecken können die Fahrt zusätzlich erschweren. Wer in den Sommerferien unterwegs ist, sollte die Reise deshalb gut planen und einige Grundregeln beachten:
Reisetag und -zeit bewusst wählen: Wer flexibel ist, sollte möglichst am Dienstag oder Mittwoch starten. Der Freitag ist als Reisetag hingegen nicht zu empfehlen: Dann treffen Berufs-, Pendel- und Reiseverkehr aufeinander. Der Samstag ist einer der staureichsten Reisetage. Normalerweise ist der Sonntag ist mit dem Fahrverbot schwerer Lkw von 0 bis 22 Uhr meist die bessere Alternative zum klassischen Anreisetag Samstag. Jedoch haben fast alle Bundesländer die Lkw-Fahrverbote wegen der Transportprobleme auf deutschen Flüssen gelockert, sodass aktuell auch sonntags auf vielen belasteten Strecken mit schweren Lkw gerechnet werden muss. Wer am Wochenende fahren muss, sollte möglichst früh am Morgen starten oder eine Nachtfahrt in Erwägung ziehen. Hohe Konzentration, regelmäßige Pausen und eine realistische Selbsteinschätzung sind jedoch grundsätzlich Voraussetzung.
Verkehrslage in Echtzeit prüfen: Der ACE empfiehlt, bei der Routenplanung Mobilitäts-Apps zu nutzen. Sie zeigen Staus, Sperrungen und mögliche Alternativrouten frühzeitig an. Gleichzeitig lässt sich erkennen, ab wann sich das Umfahren überhaupt lohnt. Einen guten Überblick bietet etwa die Mobilitäts-App des ACE Auto Club Europa.
Roamingkosten im Blick behalten: Wer im Ausland mobile Daten nutzt, etwa für die Navigation, sollte vor Reisebeginn prüfen, ob das Datenroaming im eigenen Tarif enthalten ist. Besonders außerhalb der EU können zusätzliche Kosten entstehen. Die Schweiz ist je nach Vertrag häufig nicht inkludiert, wodurch bei aktiver Datennutzung auch schon in Grenznähe teils erhebliche Roaminggebühren anfallen.
Weitere wertvolle Tipps und Hinweise finden sich im Sommerratgeber des ACE Auto Club Europa.
Detaillierte Verkehrsprognosen zu einzelnen Strecken in Deutschland und Europa finden sich hier.