Hauptferienzeit – Staus auf Urlaubsrouten in allen Richtungen

ACE-Verkehrslagebericht für das Wochenende 07.08. – 09.08.2026

Am zweiten Augustwochenende warten auf Verkehrsteilnehmende erneut viele Staus und Stockungen, warnt der ACE Auto Club Europa. Während in den beiden süddeutschen Bundesländern die Ferienzeit gerade erst richtig begonnen hat, ist für fünf schon wieder Schluss. In Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Niedersachsen und Bremen enden die Sommerferien am 7. beziehungsweise 12. August. In Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern startet der letzte Ferienblock und eine Woche verbleiben für Hamburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. So ist am gesamten Wochenende mit teils größeren Verzögerungen zu rechnen, sowohl auf den Anreiserouten Richtung Süden und den Küsten von Nord- und Ostsee als auch auf den Heimreiserouten. Auch in Skandinavien enden die Ferien. Mit dem höchsten Verkehrsaufkommen ist am Freitag ab den Mittagsstunden, Samstagvormittag bis frühen Abend und Sonntagnachmittag zu rechnen. Dabei gilt weiterhin für Urlaubsstartende der Sonntagvormittag als geeignetster Startzeitpunkt, Heimreisende sollten möglichst früh morgens oder am späteren Nachmittag starten. Generell besser ist aber eine Fahrt unter der Woche dienstags oder mittwochs.

Welche Reisezeiten am Wochenende besonders stauträchtig sind und wann eine ruhigere Verkehrslage zu erwarten ist, kann dieser Grafik zur Staugefahr entnommen werden.

Kurzübersicht

  • Sehr hohes Verkehrsaufkommen auf An- und Abreiserouten der Ferienziele
  • Ferienende in Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Bremen
  • Ferienende in Skandinavien
  • Weiterhin akute Waldbrandgefahr in Südeuropa 

Freitag

Zum Start in den Freitag ist die Verkehrslage zunächst etwas ruhiger als zuletzt, weil deutlich weniger Berufspendelnde unterwegs sind. Mit Beginn des späten Vormittags nimmt der Verkehr allerdings erneut spürbar zu. Insbesondere Urlaubsreisende und Pendelnde lassen die Staugefahr vielerorts ansteigen. Auch auf den weiterführenden Reiserouten durch Österreich und die Schweiz, darunter die Brenner- und die Gotthardverbindung, ist bis in den späten Abend hinein mit erheblichen Behinderungen zu rechnen.

Samstag

Mit sehr hohem Verkehrsaufkommen ist insbesondere auf den klassischen Urlaubsrouten in Richtung Süden und Westen sowie zu den Küsten von Nord- und Ostsee zu rechnen. Gleichzeitig sind auch die Heimreiserouten in der Gegenrichtung stark belastet. Die höchste Verkehrsdichte wird zwischen 8 und 16 Uhr erwartet, auf den Heimreisespuren vor allem ab dem späten Vormittag bis in den frühen Abend hinein. Entlastend wirkt das Lkw-Fahrverbot auf vielen stark frequentierten Strecken, dennoch bleibt die Verkehrslage aufgrund des intensiven Reiseverkehrs angespannt. Auch im benachbarten Ausland ist weiterhin mit zahlreichen, teils lang andauernden Staus zu rechnen. Besonders betroffen sind die Brennerroute in Österreich, die Gotthardverbindung in der Schweiz sowie die französische Reiseroute über Mulhouse, Lyon und Orange.

Sonntag

Der frühe Sonntagmorgen bleibt das günstigste Zeitfenster für längere Fahrten. Danach steigt die Verkehrsdichte auf den Reiserouten in Richtung der Urlaubsregionen an. Mit Beginn der Mittagsstunden gewinnt der Rückreiseverkehr an Bedeutung und sorgt vor allem in Richtung Norden, Westen und Nordwesten bis zum Abend für eine hohe Staugefahr. Zusätzlich führt lebhafter Ausflugsverkehr rund um Seen, Küsten und Naherholungsgebiete zu einer starken Belastung vieler Straßen.

Aktuelle Informationen

Die anhaltende Hitzewelle und Trockenheit in Süd- und Mitteleuropa hat weiterhin eine stark erhöhte Waldbrandgefahr zur Folge. Aktuelle Brände in Frankreich sowie in Spanien, Portugal, Italien und Griechenland können Reiserouten kurzfristig blockieren oder zu Evakuierungen führen. Der ACE rät Urlauberinnen und Urlaubern dringend, sich zur Lage auf ihrer Route zu informieren: Das europäische Informationssystem Copernicus EFFIS (European Forest Fire Information System) bietet mit dem Current Situation Viewer eine interaktive, tagesaktuelle Karte über aktive Brände und das aktuelle Waldbrandrisiko in ganz Europa.

Der ACE Auto Club Europa rechnet auch in diesem Sommer mit einem durchgehend hohen Reiseverkehrsaufkommen. Einschränkungen auf wichtigen Transitstrecken können die Fahrt zusätzlich erschweren. Wer in den Sommerferien unterwegs ist, sollte die Reise deshalb gut planen und einige Grundregeln beachten:

Reisetag und -zeit bewusst wählen: Wer flexibel ist, sollte möglichst am Dienstag oder Mittwoch starten. Der Freitag ist als Reisetag hingegen nicht zu empfehlen: Dann treffen Berufs-, Pendel- und Reiseverkehr aufeinander. Auch der Sonntag ist mit dem Fahrverbot schwerer Lkw von 0 bis 22 Uhr meist die bessere Alternative zum klassischen Anreisetag Samstag. Zwar gilt in Deutschland im Juli und August samstags von 7 bis 20 Uhr auf vielen stark belasteten Strecken ein zusätzliches Lkw-Fahrverbot für Lkw ab 7,5 Tonnen, allerdings nur in den jeweiligen Schulferienzeiten der Bundesländer. Auch in den meisten europäischen Nachbarländern gibt es vergleichbare zusätzliche Fahrverbote für schwere Lkw. Dennoch bleibt der Samstag einer der staureichsten Reisetage. Wer am Wochenende fahren muss, sollte möglichst früh am Morgen starten oder eine Nachtfahrt in Erwägung ziehen. Hohe Konzentration, regelmäßige Pausen und eine realistische Selbsteinschätzung sind jedoch grundsätzlich Voraussetzung.

Verkehrslage in Echtzeit prüfen: Der ACE empfiehlt, bei der Routenplanung Mobilitäts-Apps zu nutzen. Sie zeigen Staus, Sperrungen und mögliche Alternativrouten frühzeitig an. Gleichzeitig lässt sich erkennen, ab wann sich das Umfahren überhaupt lohnt. Einen guten Überblick bietet etwa die Mobilitäts-App des ACE Auto Club Europa.

Roamingkosten im Blick behalten: Wer im Ausland mobile Daten nutzt, etwa für die Navigation, sollte vor Reisebeginn prüfen, ob das Datenroaming im eigenen Tarif enthalten ist. Besonders außerhalb der EU können zusätzliche Kosten entstehen. Die Schweiz ist je nach Vertrag häufig nicht inkludiert, wodurch bei aktiver Datennutzung auch schon in Grenznähe teils erhebliche Roaminggebühren anfallen.

Weitere wertvolle Tipps und Hinweise finden sich im Sommerratgeber des ACE Auto Club Europa.

Detaillierte Verkehrsprognosen zu einzelnen Strecken in Deutschland und Europa finden sich hier.