Vor 70 Jahren: Walter Schock und Rolf Moll werden Rallye-Europameister 1956

  • Mercedes unterstützt das private Team nach Rückzug der Werksmannschaft
  • Siege mit dem 300 SL bei der Rallye Sestriere und der Akropolis-Rallye
  • Platz zwei bei der Rallye Monte Carlo mit dem 220 a (W 180)

Walter Schock und Rolf Moll bei der 7. Rallye Sestrière 1956 auf 300 SL.

1956 ist das Jahr nach dem Rückzug der Mercedes-Benz Silberpfeile aus dem Rennsport auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs. 1955 gewinnt Juan Manuel Fangio seine zweite Formel-1-Weltmeisterschaft mit Mercedes-Benz in Folge, die Marke holt zudem die Sportwagen-Weltmeisterschaft. Doch 1956 gibt es weitere Motorsporterfolge für Mercedes-Benz: Die Stuttgarter Walter Schock und Rolf Moll werden Rallye-Europameister. Bei ihren Starts in der dreizehn Rallyes umfassenden Meisterschaft erhalten sie erhebliche Unterstützung von einer kleinen Mannschaft um Mercedes-Benz Rennleiter Karl Kling. So werden die Fahrzeuge vom Werk vorbereitet. Saisonauftakt im Januar ist die Rallye Monte Carlo mit einer Sternfahrt und anschließender Schleife in die Berge der französischen Seealpen. Das Duo wählt dafür die „Ponton“-Limousine 220 a (W 180). Der Viertürer bietet eine hohe Bodenfreiheit. Das ist wegen der schneereichen Etappen ein Vorteil gegenüber dem für den Rest der Saison eingesetzten 300 SL „Flügeltürer“ (W 198). Mit diesem 1954 vorgestellten Supersportwagen gewinnen Schock und Moll die Rallye Sestriere sowie die Rallye Akropolis.

Walter Schock und Rolf Moll gewinnen die Rallye-Europameisterschaft für Tourenwagen 1956.