Grand Meeting – 20 Jahre Classic Days
von Gert Meyer-Jüres und Carlo Freischem
Fangen wir mit dem Negativen an: die Zufahrten zum Gelände waren zwar in einer Karte gekennzeichnet, die man im Internet aufrufen konnte. In der Karte waren aber die Straßen, die z.B. zur Einfahrt für Teilnehmer führten, mit einem Sperrschild versehen, was zu großer Verwirrung führte. Das Navi kannte die gesperrten Straßen nicht, so dass wir während der Anfahrt einige trafen, die wie wir in der Gegend umherirrten. Nicht erkennbar waren die Kontrollpunkte, die man als Teilnehmer passieren durfte. Zunächst wollte ein Kontrolleur unser (vorab zu online buchendes) Parkticket sehen und mochte nicht glauben, dass wir als Teilnehmer mit Einfahrtsgenehmigung für das Gelände kein Parkticket benötigten. Erst eine herbeieilende Kollegin bestätigte unsere Auffassung, so dass wir passieren konnten.
Dass wir schon um 8 Uhr hätten da sein sollen, um Zufahrt zum Ausstellungsterrain „Jewels In The Park“ zu bekommen, war nirgends zu lesen. Als wir am Samstag um 10 Uhr ankamen, hatten wir das Problem, dass die Rundkurs-Läufe schon gestartet waren und wir die Strecke nicht mehr ins Innere des Geländes queren konnten. So kamen wir zunächst nur bis ins Fahrerlager.
(Peinlich war uns, dass das am zweiten Tag noch einmal passierte, weil wir wegen eines „technischen Problems“ wieder erst um 11 Uhr eintrafen! Danke für das Verständnis der geduldigen Ordnungskräfte!!!)
Im Gelände waren die ehrenamtlichen Helfer sowohl zahlreicher als auch informierter als im letzten Jahr, Erfahrungen aus der ersten Veranstaltung wurden also für die Bewältigung dieser Mammut-Organisation schon eingebracht.
Ein Sanitäter-Einsatz sorgte am Samstag für Verzögerungen bei den Rundläufen. So durften Teilnehmer an den „Racing Legends“ statt der angekündigten drei bis fünf Runden aus Zeitgründen nur zwei fahren. „Und überholen durften wir auch nicht“ sagte ein enttäuschter Teilnehmer, der dann auch schon am Samstag Abend wieder nach Hause fuhr. Schade, denn am Sonntag konnten mehr Runden gefahren werden. Da wurde aber plötzlich ein Parkplatz von der Feuerwehr gesperrt, die wegen der Hitze und Brandgefahr vor Weiterbenutzung ein Ablöschen des Ackers mit Wasser verlangte. Das sorgte natürlich für zusätzliches Chaos für die Anreisenden, aber die Sicherheit geht eben vor.
Nun zum Positiven: Die Atmosphäre auf Rittergut Birkenhof ist dem 20. Jubiläum der „Classic Days“ durchaus würdig und angemessen. Mit der Namenserweiterung zum „Grand Meeting“ möchte man den Interessentenkreis über die Oldtimer-Enthusiasten hinaus auf jüngere Jahrgänge und Sportwagen-Inhaber ausdehnen, was auch gelungen ist.
Die Rundkursläufe waren wie in den Vorjahren nach verschiedenen Startergruppen geordnet, die im Programm ersichtlich sind und deren Schilderung hier zu weit führen würde.
Die unverzichtbaren „Bentley-Boys“ hatten ihr Lager im „Parc fermé“, der im Innenhof des Rittergutes gelegen war, aufgeschlagen.
Ein weiteres Highlight war der Nachbau des gewaltigen Auto Union Typ 52, der trotz seiner 16 Zylinder kaum hörbar vorbeischwebte.
Der angekündigte Mercedes 300 pick up war leider auf der Hinfahrt liegen geblieben und musste zurück zu HK Engineering abgeschleppt werden.
Für die ca. 15 im „Jewels In The Park“ präsentierten Edel-Oldtimer (u.a.3 sehr schöne Bentleys)
Der Mercedes 300c Cabriolet D „Adenauer“
Ein sehr seltener und bestens aufgearbeiteter Scheunenfund, der Simca 8 Sport Cabriolet Bj. 1951 gewann sogar zwei Pokale: den seiner Kategorie „Französische Eleganz Post War“ und zusätzlich den „Best Of The Show“!
Im letzten Jahr war der Samstag ja leider ziemlich verregnet, da hatten wir in diesem Jahr mit drei sonnig-heißen Tagen mehr Glück. Die Anzahl der teils zeitgenössisch gekleideten Besucher
So bleibt zu hoffen, dass sich Marcus Herfort und sein Team zur Fortsetzung des „Grand Meeting“ im nächsten Jahr entschließen. Angekündigt wurde es jedenfalls! Voller Vorfreude wünschen wir viel Glück und danken für das großartige Engagement!
Noch ein paar Extra-Fotos: