Zugegeben, es ist ein schwerer Brocken – der Doppelband von Hans Peter Würsten über die Mercedes Fahrzeuge 170V – 170S – 220 – aber als Fan, Besitzer/in oder einfach nur aus Interesse an diesen Fahrzeugen, muss man dieses Druckwerk einfach haben!

Die mit 24,5 x 30 cm großformatige, reich bebilderte und mit 676 + 276 Seiten außerordentlich umfangreiche Publikation (2 Bände im Schuber) ist mit der ISBN 978-3-947060-18-4 im Buchhandel erhältlich. Es ist im KARREN-PUBLISHING.COM Verlag erschienen.
Hier können Sie sich den Flyer zum Doppelband ansehen
Für Sie gelesen – meine Bucheinschätzung:
Ganz entgegen des Titels beschäftigt sich der erste Band auch mit der Vorgeschichte und den (wenn auch teils in höheren Klassen angesiedelten) Vorgänger-Typen. So wird unter anderem auch auf den 170/6 W15 eingegangen.
Und dann erfährt man vom W136 II der in den Jahren 1937 – 1942 als Nachfolger für den 170V W136 entwickelt wurde – wussten Sie von diesen Typ? Auf dem einzig erhaltenen Bild eines Prototypen hält man den Wagen schnell für einen 230 W153… der ja auch in Serie ging, was dem W136II leider vereitelt wurde. Obwohl man den W136II immer wieder verschoben hat ersann man dann im Spätherbst 1939 den W158 170VX – auch so eine Geschichte die bisher kaum beleuchtet wurde.
Ja, und so geht es immer wieder mit neuen Blicken auf die „Volumenmodelle 170“ weiter!
Die Heckmotorwagen werden auch beleuchtet und die besondere Rolle des normalen 170V m zweiten Weltkrieg ist auch sehr informativ und lesenswert – der Kübelsitzwagen 170VK, der G5 W152 mit Allradlenkung, 170V KS Polizei-Kübelsitzwagen in Ausführung mit Stoff- oder Metalltüren um nur einige Varianten zu nennen. Dabei wird dem W136G, der Version mit Holzvergaser ein größerer Abschnitt gewidmet.
Und nach dem Krieg ging es dann mit den Einschränkungen der Zeit weiter – gefragt waren nun zunächst Kasten-, Kranken-, Pritschen- und Mannschaftswagen – und auch hier kam der 170V W136 wieder zum Einsatz und mit ihm startete die Serienproduktion von Fahrzeugen Mitte 1946 wieder.
Auch wurde bereits früh, ab Herbst 1945, über einen einfacheren 170V Nachfolger mit der Baumuster-Nummer W162 nachgedacht, pojektiert, gezeichnet und im Modell gebaut.
Doch dann griff man lieber auf den bewährten 170V zurück und verbesserte ihn zum 170Va (später Vb sowie die Dieselversionen Da und Db).
Eigentlich eine Neukonstruktion und doch weiterhin unter dem Baumuster W136 aber mit der römischen III dahinter – der 170S mit der Stahlkarosserie.

Mercedes-Benz Typ 170 S, 1949-52; die Lackierung der Radkappen entspricht bei diesem Fahrzeug nicht der endgültigen Ausführung
Und dann geht es mit weiteren Alternativen, immensen Zahlen und Fakten immer weiter. Ich werde in dem Buch noch weiterlesen und in einem weiteren Artikel noch von anderen Überschiften und Entdeckungen berichten…

