Mercedes‑Benz Classic beim FuoriConcorso 2026
- 140 Jahre Innovation: Mercedes-Benz Classic spannte den Bogen vom ersten Automobil der Welt bis zum heutigen Hypercar
- Ein Dutzend automobiler Meisterstücke der Marke an der historischen Villa del Grumello
- FuoriConcorso begeisterte unter dem Motto „KRAFTMEISTER – Soul of German Craftsmanship“

190 E 2.5-16 Evolution DTM mit Renn-ABS (1990), HWA EVO (2026) und Mercedes-Benz 190 E 2.5-16 Evolution II (1990)
Foto: Michel Ginsberg.
Vom ersten Automobil der Welt bis zur DTM-Ikone, vom Silberpfeil bis zum jüngsten Hypercar: In einem faszinierenden Spannungsbogen ließ Mercedes-Benz Classic beim FuoriConcorso 2026 am Ufer des Comer Sees automobile Meisterstücke aus 140 Jahren Innovationsgeschichte glänzen. Das Motto des Veranstalters: „KRAFTMEISTER – Soul of German Craftsmanship“. FuoriConcorso hat sich seit 2019 als ein hochattraktiver Termin im Kalender der weltweiten Klassikszene etabliert.

Benz Patent-Motorwagen von 1886 (originalgetreuer Nachbau) vor der Villa Olmo in Como. Foto: Michel Ginsberg.
Aktuelles Foto- und Videomaterial: Mai | FuoriConcorso

Guglielmo Miani (Gründer von FuoriConcorso und CEO von Larusmiani) und Marcus Breitschwerdt (CEO der Mercedes-Benz Heritage GmbH, rechts).
„FuoriConcorso hat gezeigt, wofür Mercedes-Benz seit 140 Jahren steht: Pioniergeist, Innovation – und Handwerkskunst auf höchstem Niveau. Motorsport war stets ein wichtiger Taktgeber mit Mut, Tempo und Technik am Limit. Carl Benz hat das Automobil erfunden – und damit individuelle Mobilität möglich gemacht. Viele nachfolgende Innovationen stammen aus dem Rennsport. Die Reaktionen des Publikums bestärken uns, diese Geschichte lebendig zu erzählen.“ Marcus Breitschwerdt, CEO der Mercedes-Benz Heritage GmbH
Leistungsstarke Geschichte am historischen Ort
Gleich an zwei Orten des weitläufigen Geländes der historischen Villa del Grumello erlebten die Gäste vom 16. bis 17. Mai 2026 automobile Höhepunkte von 1886 bis heute. Außerdem bereicherte Marcus Breitschwerdt den Panel-Talk „German Automotive Craftsmanship: Heritage, Identity, and the Future of the Car“ am 17. Mai 2026 in der Villa Sucota. Hochkarätige Führungskräfte und Designer diskutierten die Bedeutung von Handwerkskunst in der heutigen Automobilbranche und wie Tradition eine Leitlinie sein kann.
Das erste Automobil der Welt
Ununterbrochen seit 140 Jahren nehmen Fahrzeuge von Mercedes-Benz Führungspositionen ein. Den Startpunkt im Jahr 1886 markiert der Benz Patent-Motorwagen mit 0,55 kW (0,75 PS) – das erste Automobil der Welt. Im „Starting Grid“ erinnerte er an den Beginn des automobilen Zeitalters. Als lebendiger Zeitzeuge war ein originalgetreuer Nachbau des Patent-Motorwagens in Fahrt zu erleben. Er bewies die durchdachte Funktion der vor 140 Jahren konstruierten Technik.
Von weißen Elefanten und silbernen Pfeilen

Mercedes 120 PS Sechszylinder-Rennwagen (1906) im „Starting Grid“ auf dem Gelände der Villa del Grumello. Foto: Michel Ginsberg.
Ebenfalls im „Starting Grid“ erinnerte der Mercedes 120 PS Sechszylinder-Rennwagen von 1906 an den technischen Aufbruch kurz nach der damaligen Jahrhundertwende, der 1900 mit der Entwicklung des Mercedes 35 PS beginnt. Dieser erste Mercedes gilt als erstes modernes Automobil. Eine weitere Ära repräsentierte ein 1928 gebauter Mercedes-Benz SSK: die Epoche der wegen ihrer Lackierung und des markanten Kompressorgeräuschs auch „Weiße Elefanten“ genannten Sport-Tourenwagen der S-Reihe (W 06). Ihm folgte an den Comer See der legendäre Silberpfeil Mercedes-Benz W 125. Dieser sorgt in der Saison 1937 mit zahlreichen Siegen und dem Europameistertitel von Rudolf Caracciola für Furore.
Mit Flügeltüren ins Wirtschaftswunder
Den Aufschwung der frühen Wirtschaftswunderzeit repräsentierte ein Mercedes-Benz 300 SL Rennsportwagen (W 194) aus dem Jahr 1952. Von diesem Wettbewerbsfahrzeug leitet Mercedes-Benz 1954 das legendäre Serienfahrzeug 300 SL „Flügeltürer“ (W 198) ab. Im Jahr 1955 sorgt der auch bei der Mille Miglia siegreiche Mercedes-Benz 300 SLR (W 196 S) für Aufsehen. Mercedes-Benz Classic brachte einen dieser Rennsportwagen auf Basis des damaligen Grand-Prix-Rennwagens W 196 R an den Comer See. Der Mercedes-Benz 500 SL „Rallye“ (R 107) schlug beim FuoriConcorso den Bogen in die jüngere Zeit. Entwickelt für die Rallyesaison 1981, steht dieses Sportfahrzeug für eine weitere spannende Motorsportdisziplin, in der die Marke immer wieder erfolgreich ist.
Hypercars dieses Jahrtausends tragen die Tradition in die Zukunft

Von vorn nach hinten: AMG ONE (2022), SLR McLaren 722 GT (2007), 500 SL „Rallye“ (R 107, 1981), 300 SLR (W 196 S, 1955), 300 SL Rennsportwagen (W 194, 1952), W 125 (1937), SSK (W 06, 1928), 120 PS Sechszylinder-Rennwagen (1906). Foto: Michel Ginsberg.
Zwei Hypercars des neuen Jahrtausends vervollständigten die Palette: Ein 2007 gebauter Mercedes-Benz SLR McLaren 722 GT stammt aus der hochexklusiven Kleinstserie für den Rennsport. Sein V8-Kompressormotor leistet 500 kW (680 PS). Von 0 auf 100 km/h sprintet der 722 GT in drei Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 337 km/h. Dazu kam ein Mercedes-AMG ONE von 2022 in einer einzigartigen goldfarbenen Lackierung. Das Fahrzeug fasziniert mit seiner Antriebstechnik aus der Formel 1 und einer gewaltigen Systemleistung von 782 kW (1.063 PS) aus einem 1,6-Liter-V6-Motor und vier Elektromotoren. Zusätzlich sorgten Motorstarts des W 125 und des SLR McLaren 722 GT rund um die Villa del Grumello für packende Momente.
Leistungsträger aus der Familie des „190er“
Wie facettenreich Motorsport begeistern kann, bewiesen auch die Fahrzeuge auf dem „Private Lawn“. Dort legten drei besonders leistungsstarke, emotionale Varianten des „190ers“ (W 201) den Fokus auf das Eventthema. Das Trio bestand aus einem Renntourenwagen Mercedes-Benz 190 E 2.5-16 Evolution DTM mit Renn-ABS (1990), einer Hochleistungslimousine Mercedes-Benz 190 E 2.5-16 Evolution II (1990) aus dem Nationalen Automuseum The Loh Collection sowie einem Exemplar des neuen HWA EVO. Dieses 388 kW (520 PS) starke Fahrzeug mit 3-Liter-V6-Motor auf Basis des W 201 zeigte als aktueller Entwurf, wie sich die Faszination von EVO und EVO II in die Gegenwart fortschreiben lässt. Der HWA EVO wird in einer Kleinserie von 100 Exemplaren gefertigt.

190 E 2.5-16 Evolution DTM mit Renn-ABS (1990), HWA EVO (2026) und 190 E 2.5-16 Evolution II (1990) an der Villa del Grumello (von vorn nach hinten). Foto: Michel Ginsberg.