Auf das richtige Mittel kommt es an…

Mythos Bremsenreiniger

Bild dient nur der Auflockerung

Ich erzähle heute mal ein Geschichte. Warum eine Geschichte, weil mich die Beteiligten darum gebeten haben keine Namen und keinen Hersteller zu erwähnen. Und trotzdem glaube ich, dass viele Leser/innen, so wie ich auch, diese Zusammenhänge nicht wissen.

In einer KfZ-Motorsportabteilung wurde ein Sport-Fahrzeug nach einem Einsatz wie üblich demontiert und nach Kontrolle und dem einen oder anderen Ersatz für den Wiederzusammenbau vorbereitet. Kurz vor Feierabend lag alles für die Montage am nächsten Tag parat. So konnte man am nächsten Arbeitstag den Wagen wieder einsatzbereit machen und wieder auf Bestzeitenjagd schicken.

Nun nahm das „Unglück“ seinen Lauf. Der Wagen schaffte es nicht über die Ziellinie, da sich einige Radmuttern und eine Antriebswelle lösten und der Fahrer nur durch großes Geschick ein Unheil vermeiden konnte.

Felgenanpassung am /8er

WAS WAR GESCHEHEN?

Die Ermittlungen des Teamleiters dauerten eine Weile, bis – mehr durch Zufall – ein nicht dokumentierter Arbeitsschritt bemerkt wurde.

In der Motorsportabteilung hatte ein Mechaniker es besonders gut gemeint. Da der Wagen nicht mehr am Vorbereitungsarbeitstag montiert werden konnte, hatte er alle blanken Flächen kurz vor Feierabend mit Bremsenreiniger gereinigt.

In nahezu jedem Bremsenreiniger befindet sich ein Bestandteil, der einen winzig-dünnen Film auf den Werkstücken bzw. Bauteilen hinterlässt. Dieser Film verhindert eine einwandfreie Sicherung durch Schraubensicherungslack und es wird bei den meisten Schraubensicherungen auf ein Reinigen mit einem jeweils speziellen Mittel vor Anwendung hingewiesen.

ICH WUSSTE DAS NICHT und bin für diesen Hinweis von jemandem, den ich nicht nennen darf, sehr dankbar!