Der DAB-Test 3 – Ausgangssituation

Manchmal sind die Informationen die man beim Kauf eines Youngtimers zum Fahrzeug erhält leider mehr von Wünschen und Träumen getragen als in der Realität verwurzelt . . .

So wurde mein 280TE aus dem Baujahr 1984 nachweislich nur mit einer automatischen Antenne (ohne Radio) geordert. Laut dem letzten Vorbesitzer wurde dann ein „Sound-System“ von Blaupunkt und ein Autotelefon bei AMG verbaut. Für diesen Einbau und das Material sollen 15.000,-DM berechnet worden sein. Da der Wagen aber  ursprünglich ein Firmenwagen war, sind die Rechnungen von damals leider nicht mehr greifbar, da sie nach der Aufbewahrungsfrist von 10 Jahren vernichtet wurden.

Der Ausbau beginnt

Diese Geschichte scheint insofern unglaubwürdig, da ich beim Ausbau einige, sagen wir mal, Selbstbau- oder Baumarktlösungen feststellen musste… und dann kam leider die Bestätigung – der Einbau ist 1984 so 100%ig NICHT bei AMG durchgeführt werden, denn das Radio ist erst von 1990.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Der Sound selber war eigentlich immer ganz ordentlich, jedenfalls so lange man nicht an den Reglern drehte. Die Potis für Lautstärke, Triebe, Balance, Bässe und Fader hatten Ihre Lebenszeit wohl erreicht, einige Areale der Verstellbereiche setzten ganz aus oder sprangen von ganz leise sofort auf ganz laut. So reifte in mir der Wunsch nach einer neuen Musikquelle. Mit einem Audio-Kassetten-Adapter für SD-Karten konnte ich meine eigene Musikliste zwar zunächst einfach in das alte Radio integrieren, doch der Wunsch nach besserem Klang blieb.

Links die alte Variante – Rechts die Neue

Da beim neuen Radio (obwohl man an der Blende die altbekannten zwei Löcher sieht…) auch neue, ganz andere, Entrieglungswerkzeuge beiliegen, beginnt der Ausbau mit der Suche nach den alten Blaupunkt-Haken. Gerät entriegeln und herausziehen, dabei kommen alte Gefühle aus der Zeit als man noch 18 war auf.