Historische Fahrzeuge sind gelebtes Kulturerbe und ein relevanter Wirtschaftsfaktor.
Die Studie „Oldtimer in Österreich 2026“ untersucht die Einstellungen der Bevölkerung, Fahrzeugbestand und Nutzung sowie die wirtschaftliche Bedeutung der österreichischen Oldtimerszene. Sie aktualisiert die Untersuchungen von 2017 und 2022.
Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:
- Breite gesellschaftliche Zustimmung: 91 Prozent der Befragten betrachten Oldtimer als erhaltenswertes Kulturgut, 93 Prozent finden sie sympathisch und 86 Prozent möchten sie auch künftig auf Österreichs Straßen sehen. Unter den 18- bis 30-Jährigen unterstützen 90 Prozent den Erhalt als Kulturgut.
- Geringer Nutzungsumfang: Die befragten Besitzer bewegen ein historisches Auto durchschnittlich rund zwölfmal jährlich. Auf Basis des Bestands an Pkw über 30 Jahre und angenommener Fahrleistungen schätzt die Studie deren Anteil an der gesamten Pkw-Fahrleistung auf rund 0,8 Prozent.
- Wirtschaftliche Bedeutung: Die jährliche Wirtschaftsleistung der Branche wird auf rund 787 Millionen Euro geschätzt, gegenüber 756 Millionen Euro im Jahr 2022. Dazu zählen Ausgaben für Betrieb und Erhaltung, Veranstaltungen sowie relevante Umsätze des Fahrzeughandels.
- Impulse für Betriebe und Regionen: Reparatur, Restaurierung und Wartung sichern Aufträge für spezialisierte Betriebe. 84 Prozent der befragten Besitzer besuchten im vergangenen Jahr mindestens eine Oldtimerveranstaltung; 53 Prozent übernachteten dabei auswärts.
- Nachwuchsgewinnung als Zukunftsaufgabe: 67 Prozent der befragten Halter sind Mitglied in einem Oldtimerclub. Gleichzeitig stieg ihr Durchschnittsalter seit 2022 von 57,5 auf 61,9 Jahre.
Die Ergebnisse beziehen sich auf Österreich, liefern aber auch interessante Impulse für unsere Clubarbeit und Interessenvertretung. Grundlage sind Befragungen der Bevölkerung, der Fahrzeugbesitzer, von Clubs und Unternehmen sowie ergänzende Sekundärdaten. Die wirtschaftlichen Größen und der Fahrleistungsanteil beruhen auf Hochrechnungen.